Was ist Liquidation beim Handel von Kryptowährungen?
Einer der gefährlichsten und zugleich attraktivsten Aspekte der Kryptobranche ist ihre hohe Volatilität. Die Kryptomärkte sind rund um die Uhr geöffnet, was bedeutet, dass diese starken Schwankungen zu jeder Zeit auftreten können. Dies kann für Trader, die von Kursbewegungen profitieren möchten, zwar von großem Vorteil sein, birgt jedoch auch Herausforderungen, wie beispielsweise die Liquidation von Trades.
Die Liquidation ist eine der größten Gefahren für Krypto-Trader, die beim Margin-Trading mit Hebelpositionen handeln. Daher ist es wichtig, zu verstehen, was eine Liquidation ist und wie sie sich auf eine offene Position auswirken kann. In diesem Leitfaden erklären wir dir, was eine Liquidation ist, warum sie stattfindet und welche Arten von Liquidationen es gibt.
TL;DR
Eine Liquidation tritt ein, wenn ein Trader gezwungen ist, seine Position zu schließen, weil ihm die Gelder fehlen, um die Margin-Anforderungen für seine Hebelposition zu erfüllen. Daher stellt eine Liquidation eine reale Gefahr für diejenigen dar, die sich für Margin-Trading entscheiden.
Bevor die Position eines Traders liquidiert wird, kann eine Börse einen Margin-Call durchführen. Dies veranlasst den Trader, weitere Gelder einzuzahlen, um seine Verluste zu decken und eine Zwangsliquidation zu vermeiden.
Es gibt zwei Arten der Liquidation. Bei einer Teilliquidation wird nur ein Teil der Position eines Traders geschlossen, während bei einer vollständigen Liquidation der Trader sein gesamtes Handelsguthaben verkauft, um Verluste auszugleichen.
Das Risiko einer Liquidation lässt sich durch den verantwortungsvollen Einsatz des Hebels, die Anwendung eines Stop-Loss und die Bestimmung des Risikoprozentsatzes für einen Trade mindern.
Was sind Krypto-Liquidationen?
Eine Liquidation ist ein Vorgang, der eintreten kann, wenn ein Trader eine Hebelposition eingeht. Der Liquidationsprozess führt dazu, dass Trader gezwungen sind, ihre Position zu schließen. Der Trader kann sein Anfangsmargin teilweise oder vollständig verlieren. Das heißt, sie können die Margin-Anforderungen für die gehebelte Position nicht erfüllen. Sie haben einfach unzureichende Mittel und können ihren Trade nicht weiterführen.
In einer solchen Situation schließt die Plattform die Position des Traders automatisch. Leider führt dies dazu, dass Trader Gelder verlieren. Die Höhe des Verlusts hängt von der Anfangsmargin und dem Preisverfall des Assets ab.
Warum nutzen Krypto-Trader Hebel?
Der Handel mit Hebel ermöglicht es dir, deine Gewinne selbst bei kleinsten Kursschwankungen potenziell zu maximieren. Beim Hebelhandel verwendest du nur einen Teil deiner eigenen Gelder, während der Rest von der Börse geliehen wird.
Natürlich wird dir eine Börse nur Gelder verleihen, wenn du Sicherheiten hinterlegst. Diese Sicherheit wird als Anfangsmargin bezeichnet. Das klingt zwar alles sehr vorteilhaft, ist aber mit großen Risiken verbunden. Selbst ein kleiner Fehler kann zum Verlust der geliehenen Gelder führen, was auch den Verlust deiner Sicherheiten bedeutet. Aus diesem Grund musst du Vorsichtsmaßnahmen gegen plötzliche Kursschwankungen treffen, und genau hier kommt das Risikomanagement ins Spiel.
Sollte sich der Preis plötzlich ändern und du kannst die Margin-Anforderungen nicht erfüllen, kommt es zur Zwangsliquidation. Beim Hebelhandel kann dies extrem schnell geschehen, noch bevor du überhaupt reagieren kannst.
Börsen führen vor der Liquidation von Konten Margin-Calls durch. Ein Margin-Call ist eine Aufforderung der Börse, zusätzliche Gelder einzuzahlen. Auf diese Weise kannst du verhindern, dass deine Position geschlossen wird. Wenn du den Margin-Call jedoch ignorierst oder keine zusätzlichen Gelder zur Verfügung hast, wird der Trade liquidiert.
Wie finden Krypto-Liquidationen statt?
Liquidationen finden statt, wenn Broker oder Börsen die Position eines Traders schließen. Dies geschieht nur dann, wenn sich der Markt entgegen der Handelsrichtung bewegt und der Trader die Margin-Anforderungen nicht mehr erfüllt. Das heißt, ihre Sicherheiten sind im Vergleich zu dem plötzlich gestiegenen Risiko zu gering.
In einem solchen Fall stellt die Börse einen Margin-Call aus und fordert den Trader auf, mehr Geld einzuzahlen. Wenn der Trader sich dagegen entscheidet, wird sein Konto liquidiert. Dies geschieht automatisch, sobald die Position des Traders den Liquidationspreis erreicht.
Wichtig zu wissen ist, dass Börsen zudem eine Liquidationsgebühr erheben. Diese Gebühr dient als Incentive für Trader, entweder weitere Gelder einzuzahlen oder ihre Positionen rechtzeitig zu schließen. Es ist also für alle besser, wenn der Trader die Position schließt, bevor sie automatisch liquidiert wird.
Was ist der Liquidationspreis?
Es ist ebenso unerlässlich, den Liquidationspreis deiner Trades im Blick zu behalten. Der Liquidationspreis ist der Punkt, an dem deine gehebelten Positionen automatisch geschlossen werden. Es gibt keine Verhandlungen und keine weiteren Möglichkeiten mehr, und die Liquidation erfolgt automatisch.
Der Liquidationspreis ist kein fester Preis, sondern hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise der eingesetzte Hebel, der Preis des Assets, der verbleibende Kontostand und der Satz der Erhaltungsmargin.
Arten der Liquidation
Es gibt zwei Arten der Liquidation. Der Hauptunterschied zwischen ihnen besteht darin, in welchem Umfang deine Handelspositionen geschlossen werden und ob die Liquidation gezwungen oder freiwillig erfolgt.
Teilliquidation
Bei der Teilliquidation wird nur ein Teil deiner Position geschlossen. Damit soll das Marktengagement verringert werden. In der Regel handelt es sich hierbei um eine freiwillige Liquidation, bei der der Trader nicht seinen gesamten Einsatz verliert.
Vollständige Liquidation
Ein schwerwiegenderer Art der Liquidation wird als vollständige Liquidation bezeichnet. Bei dieser Art wird dein gesamtes Handelsguthaben verkauft, um Verluste auszugleichen. Die vollständige Liquidation ist in der Regel eine gezwungene Liquidation, was bedeutet, dass du die Margin-Anforderungen auch nach dem Margin-Call nicht erfüllen konntest. In diesem Fall reagiert die Börse ohne weitere Warnungen und schließt die Positionen automatisch.
Es ist zu beachten, dass es bestimmte Fälle gibt, in denen der Liquidationsprozess zu einem negativen Guthaben führen könnte. Börsen decken solche Verluste in der Regel ebenfalls ab, häufig über Versicherungsfonds oder andere Methoden. Versicherungsfonds sind die beliebteste Methode, und Börsen verwenden diese Gelder als eine Art Absicherung für sich selbst.
Ist die Lage so ernst, dass der Liquidationspreis die Anfangsmargin unterschreitet, führt dies zur Insolvenz. In solchen Fällen gleicht der Versicherungsfonds den Verlust aus und schützt die Trader davor, ein negatives Guthaben zu erzielen.
Wie lässt sich eine Liquidation vermeiden?
Für Krypto-Trader gibt es glücklicherweise zwei Hauptmethoden, um das Risiko einer Liquidation zu verringern.
Den Risikoprozentsatz bestimmen
Die erste Methode zur Vermeidung einer Liquidation bezieht sich auf den Risikoprozentsatz. Bei dieser Methode müssen Trader entscheiden, welchen Geldbetrag sie für den Trade bereitstellen möchten. Darüber hinaus müssen Trader entscheiden, welchen Prozentsatz ihres Handelskontos bereit sind, zu riskieren. Dies ist Teil der Risikominderung. Viele sind sich einig, dass Trader pro Trade nur 1 % bis 3 % ihres Kontoguthabens riskieren sollten. Wenn ein Trader nur 1 % seines Kontoguthabens riskiert, müsste er 100 Trades in Folge verlieren, um sein gesamtes Kapital zu verlieren. Selbst in der Kryptobranche ist das äußerst unwahrscheinlich.
Immer einen Stop-Loss verwenden
Die zweite Option besteht darin, einen Stop-Loss zu verwenden, wodurch sich der Verlustbetrag erheblich verringern lässt, falls sich ein Trade gegen deine Position entwickeln sollte. Du könntest beispielsweise eine Stop-Loss-Order 2 % unter dem Einstiegspreis platzieren. Sollte sich der Markt plötzlich wenden, würdest du nur geringe Verluste erleiden.
Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements, insbesondere beim Margin-Trading. Beachte, dass der Kryptomarkt ein äußerst volatiles Umfeld ist und die Preise innerhalb weniger Minuten einbrechen können. Wenn du nicht aufmerksam bist, kannst du leicht die Gelegenheit verpassen, deine Position sicher zu schließen. Aus diesem Grund ist die Risikominderung für den sicheren Handel von entscheidender Bedeutung.
Vorsicht mit Hebel vorgehen
Auch wenn die Aussicht auf höhere Gewinne durch den Einsatz eines Hebels verlockend ist, ist es wichtig, dieses Instrument mit Bedacht einzusetzen. Ein zu hoher Hebel kann das Risiko einer Liquidation erhöhen und deine offenen Positionen gefährden. Es ist keine exakte Wissenschaft, den richtigen Hebel zu bestimmen, aber es gibt einige Faktoren, die man berücksichtigen muss. Zuerst solltest du deine Risikobereitschaft einschätzen, die sich danach richten sollte, wie viel Geld du bereit bist (und dir leisten kannst) zu verlieren. Zweitens sollte man die derzeitige Marktvolatilität berücksichtigen. Ein hochvolatiler Markt ist möglicherweise nicht der beste Zeitpunkt für einen hohen Hebel, da es plötzlich zu starken Kursschwankungen kommen kann. Drittens: Vertraue deiner Handelsstrategie und halte dich konsequent daran. Wenn deine Strategie eine langfristige Position mit geringem Hebel vorsieht, ist es unklug, in der Hoffnung auf einen schnellen Gewinn einen plötzlichen und impulsiven Trade mit hohem Hebel zu platzieren.
Fazit
Kryptowährungen sind von Natur aus volatil, was bedeutet, dass eine Liquidation durchaus möglich ist – insbesondere beim Hebelhandel. Und da eine Liquidation zu einem Verlust von Geldern führen kann, sollten Trader aller Erfahrungsstufen auch in Zeiten geringer Volatilität, stets auf diese Gefahr achten.
Die Liquidation eines Trades wird in der Regel von den Börsen selbst durchgeführt, weshalb dieser Vorgang gemeinhin als Zwangsliquidation bezeichnet wird. Auch dies ist beim Hebelhandel üblich, insbesondere wenn das Liquidationsrisiko recht hoch ist.
Glücklicherweise lässt sich das Risiko einer Liquidation verringern, unter anderem durch die Verwendung einer Stop-Loss-Order und die Bestimmung des Risikoprozentsatzes eines Trades. Wenn du dir die Zeit nimmst, diese Risikomanagementprozesse zu verstehen und umzusetzen, kannst du größere Verluste vermeiden und dir Gelder für zukünftige Trades sichern.
Häufig gestellte Fragen
Eine Krypto-Liquidation ist ein Vorgang, bei dem die Assets eines Traders verkauft und in Bargeld umgewandelt werden. Dies geschieht beim Margin-Trading, wenn der Markt eine plötzliche, unerwartete Wendung nimmt.
Die schwerwiegendste Art der Liquidation von Krypto ist die vollständige Liquidation. Dabei wird dein gesamtes Handelsguthaben verkauft, um Verluste auszugleichen. Eine vollständige Liquidation ist oft eine Zwangsliquidation, bei der der Trader keine Möglichkeit hat, die Liquidation zu verhindern.
Es gibt Möglichkeiten, eine Liquidation bei Kryptowährungen zu vermeiden. Du kannst den Risikoprozentsatz eines Trades bestimmen und zudem eine Stop-Loss-Order verwenden, um deine Verluste zu begrenzen. Es ist außerdem ratsam, den Hebel vorsichtig einzusetzen, um das Risiko einer Liquidation nicht unnötig zu erhöhen.
Die Liquidation kann je nach Kontext gut oder schlecht sein. Eine gute Liquidation liegt vor, wenn der Trader eine Position bewusst auflöst, um Gewinne zu realisieren. Eine von der Börse automatisch durchgeführte Zwangsliquidation ist jedoch immer schlecht.
Bitcoin ist die beliebteste und eine der am häufigsten gehandelten Krypto-Assets. Außerdem ist es sehr volatil, und sein Preis kann starken Schwankungen unterliegen. Daher kann das Asset in volatilen Märkten leicht liquidiert werden.
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